Schnellere Arzttermine, mehr Kassenleistungen und bessere Versorgung im ländlichen Raum

Erstellt am: 15.03.2019 – Geändert am: 16.03.2019

Bundestag verabschiedet Mammutgesetz für den Gesundheitsbereich

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz verbessert die Große Koalition den Zugang zur medizinischen Versorgung für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung. Darüber berichtet der Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle. „Damit reagieren wir auf den verständlichen Ärger der Bürger über zu lange Wartezeiten auf einen Arzttermin. Künftig unterstützen die Terminservicestellen die Patientinnen und Patienten stärker bei der Suche nach einem Arzt, wodurch sich die Wartezeiten verkürzen werden,“ erläutert der Politiker.

Für eine schnellere Versorgung und erbrachte Mehrleistungen erhielten Ärzte selbstverständlich eine bessere Vergütung. So bekommen beispielsweise endlich diejenigen Ärzte mehr Geld, die sich nicht scheuen, neue Patienten aufzunehmen: Vorgesehen sei hier eine extrabudgetäre Vergütung. Barthle: „Extra vergütet wird auch, wenn Ärzte offene Sprechstunden anbieten. Erhalten Patienten beim Arzt besonders schnell einen Termin, können die Ärzte zusätzlich zur extrabudgetären Vergütung im Übrigen auch mit Zuschlägen von bis zu 50 Prozent rechnen.“ Wichtig sei der „GroKo“ vor allem, dass die ‚sprechende Medizin‘ einen höheren Stellenwert bekomme. Die bessere Bezahlung diene dazu, dem persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient mehr Raum zu geben.

Ihm besonders wichtig sei auch folgender Punkt, erklärt Barthle: „Mit dem Gesetz stärken wir zudem den ländlichen Raum. So können die Bundesländer in dünn besiedelten oder strukturschwachen Gebieten auf Zulassungssperren für Arztpraxen verzichten. Zudem unterstützen wir diejenigen Ärzte, die in wirtschaftlich schwächeren und vertragsärztlich unterversorgten ländlichen Räumen praktizieren, über regionale Zuschläge ganz besonders. Auch das ist uns als CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein wichtiges Anliegen gewesen, um auch in Zukunft eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Dafür haben wir uns im Koalitionsvertrag stark gemacht und daran werden wir gezielt weiterarbeiten.“

Mit dem TSVG würden auch die Leistungen der Krankenkassen erweitert. Beispielsweise stiegen die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung bei einem Zahnersatz bereits ab Oktober 2020 von 50 auf 60 Prozent. Außerdem finanzierten die gesetzlichen Krankenkassen künftig das Einfrieren von Ei- und Samenzellen, wenn ein Patient – zum Beispiel nach einer Krebserkrankung – voraussichtlich unfruchtbar sein werde. Barthle: „Darüber hinaus haben wir uns als Unionsfraktion im parlamentarischen Verfahren für eine bessere Vergütung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Podologen und Diätassistenten eingesetzt. Wir schaffen bundesweit einheitliche und angemessene Preise für Heilmittelleistungen und führen die sogenannte Blankoverordnung in die Regelversorgung ein. Auf der Basis einer ärztlichen Verordnung entscheiden dann die Heilmittelerbringer über die Behandlungsmethode sowie über die Häufigkeit und Dauer der Behandlung selbst.“



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