Ich bin für eine Impfpflicht bei Masern.

Erstellt am: 07.05.2019 – Geändert am: 07.05.2019

Norbert Barthle nimmt zur aktuellen Gesundheitsdebatte Stellung.

Der aktuelle Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, für Kita- und Schulkinder eine Impfpflicht gegen Masern einzuführen, findet die ausdrückliche Zustimmung und Unterstützung des heimischen Staatssekretärs und Bundestagsabgeordneten Norbert Barthle (CDU). „Da alle Appelle an die Freiwilligkeit bislang nichts gefruchtet haben, bin ich absolut für eine Impfpflicht bei Kita- und Schulkindern. Wir wollen alle Kinder davor schützen, sich mit Masern zu infizieren,“ so Barthle.

Deswegen sollten alle, die eine Kita oder Schule besuchen, gegen Masern geimpft sein. Wer neu aufgenommen werde, müsse das nachweisen. Wer bereits in einer Einrichtung betreut werde, müsse den Nachweis bis zum 31. Juli nächsten Jahres nachreichen. Barthle: „Alle Eltern sollen sicher sein können, dass ihre Kinder nicht von anderen mit Masern angesteckt und gefährdet werden.“ Denn anders, als vielfach suggeriert, seien die Masern keine harmlose Kinderkrankheit, die man einfach mal durchgemacht haben müsse. Im Gegenteil: „Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende, fieberhafte Virus-Erkrankung, die zu langwierigen Verläufen und, wenn auch selten, zu schweren Komplikationen führen kann,“ informiert Barthle. Eine der besonders gefürchteten Komplikationen der Masern-Erkrankung sei die Gehirnentzündung. Sie trete bei etwa einem von 1.000 Masernfällen auf. 10% bis 20% der Betroffenen sterben daran; bei 20% bis 30% bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen oder Lähmungen zurück.

„Für die eigenen Kinder sind die Impfkritiker, die es leider auch in meinem Wahlkreis gibt, selbst verantwortlich,“ betont der CDU-Politiker, „doch spätestens mit dem Besuch von Kita oder Schule werden auch andere Kinder gefährdet; da kann der Staat nicht tatenlos zusehen.“ Barthle betonte auch die Chance, diese gefährliche Erkrankung mittelfristig auszurotten, wie es zum Beispiel 1980 bei den Pocken gelungen sei. Doch dazu sei eine Durchimpfung der Bevölkerung von mindestens 95 Prozent erforderlich; davon sei man zurzeit noch entfernt.

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